Was ist das Freenet?

Freenet ist eine Plattform für zensurresistente Kommunikation und Veröffentlichung.

Es wurde entwickelt, um eine echte Freiheit der Kommunikation über das Internet zu gewährleisten. Es erlaubt jedem, Informationen mit absoluter Anonymität zu veröffentlichen und zu lesen. Niemand kontrolliert Freenet, nicht einmal seine Schöpfer, was bedeutet, dass das System nicht anfällig für Manipulationen oder Abschaltungen ist. Freenet ist auch sehr effizient im Umgang mit Informationen und repliziert Inhalte adaptiv als Reaktion auf die Nachfrage. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist Freenet?

Worin unterscheidet sich Freenet von Tor?

Freenet ist ein in sich geschlossenes Netzwerk, während Tor den anonymen Zugriff auf das Web sowie die Nutzung von „versteckten Diensten“ (anonyme Webserver) ermöglicht. Freenet ist kein Proxy: Sie können mit freenet mail passwort ändern keine Verbindung zu Diensten wie Google oder Facebook herstellen. Freenet hat jedoch Websites, Filesharing, Foren, Chat, Microblogging, E-Mail usw., die alle anonym sind und innerhalb von Freenet gehostet werden.

Freenet ist ein verteilter Datenspeicher, so dass Inhalte, die einmal auf Freenet hochgeladen wurden, für immer auf Freenet bleiben, solange sie beliebt sind, ohne Angst vor Zensur oder Denial-of-Service-Angriffen, und ohne dass Sie Ihren eigenen Webserver betreiben und ständig online halten müssen.

Der andere große Unterschied ist, dass Freenet den „Darknet“- oder „Friend to Friend“-Modus hat, bei dem sich Ihr Freenet-Knoten (Software auf Ihrem Computer) nur mit den Freenet-Knoten verbindet, die von Ihren Freunden betrieben werden, d.h. Leuten, die Sie kennen (und vielleicht auch mit ihren Freunden, um die Dinge zu beschleunigen). Dies macht das Blockieren von Freenet, z.B. auf einer nationalen Firewall, extrem schwierig.

Freenet Informationen

Kann ich über Freenet auf Google/Facebook/etc zugreifen?

Die meisten Benutzer verwenden Freenet jedoch derzeit im „opennet“-Modus (d.h. sie verbinden sich automatisch mit dem, dem das Netzwerk zugewiesen ist, und nicht nur mit ihren Freunden). Dies ist viel unsicherer als die Verwendung von Freenet im „Darknet“-Modus und relativ einfach zu blockieren, da es einige zentrale Server („Seed Nodes„) gibt.

Freenet hat viele ungelöste Probleme und ist immer noch experimentell. Unser Ziel für Freenet ist es, eine globale Friend-to-Friend-Dunkelheit aufzubauen, die extrem schwer zu blockieren wäre und sehr starke Anonymität und Zensurresistenz bieten würde. Dies erfordert weitere Arbeiten an Freenet, an Benutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit, aber vor allem ist es ein techno-soziales Experiment: Werden die Leute genügend Freunde kennen, die bereit sind, Freenet zu nutzen, um ein so anonymes Freund-zu-Freund-Netzwerk zu ermöglichen?

Deshalb unterstützt Freenet den „open“ Modus: um die Leute es ausprobieren zu lassen, bevor sie ihre Freunde bitten, sich zu verbinden.

Tor ist etwas weniger experimentell und stellt wohl ein einfacheres Problem dar; es kann heute eine bessere Anonymität bieten, vorausgesetzt, es wird nicht blockiert, und natürlich lässt Tor dich auf das Internet als Ganzes zugreifen, während du auf Freenet nur auf Freenet-Inhalte zugreifen kannst. Wenn Sie jedoch eine ausreichend große Dunkelheit verwenden können, bietet Freenet bereits ein interessantes Maß an Zensurwiderstand, DoS-Widerstand und Anonymität.

Die Nutzung des Internets „anonym“ ist nicht unbedingt einfach:

Die Verbindung zu Facebook über Tor hindert Facebook nicht daran, so ziemlich alles über dich zu wissen, und die Verbindung zu deinem (Nicht-HTTPS-)Webmail-Konto über Tor kann bedeuten, dass die Person, die den Proxy betreibt („Exitknoten“) dein Webmail-Konto-Passwort stehlen kann.

Freenet ist ein separates Netzwerk, das die Dinge anders macht, da es keine zentralen Server gibt. Aus diesem Grund unterstützen wir kein Javascript, serverseitiges Scripting etc. auf Freesites: Alles muss neu geschrieben werden, um in einem verteilten Netzwerk zu funktionieren. Der Vorteil ist jedoch, dass es keinen einzelnen Server gibt, der gezwungen werden kann, Ihre private Kommunikation zu übergeben oder der abgeschaltet werden kann.

Es gibt immer noch Risiken, z.B. über Ihre Heimatstadt oder Ihren Internet-Provider in einem anonymen Forum zu sprechen oder Dateien herunterzuladen, die Freenet nicht sicher machen kann, wie PDFs oder Textverarbeitungsdokumente (Freenet wird Sie davor warnen). Auch für Webinhalte im Besonderen kann es einfacher sein, sie zu Freenet hochzuladen, als einen versteckten Server auf Tor einzurichten; du musst deinen Knoten nicht online halten, damit deine Inhalte verfügbar sind, du musst nicht herausfinden, wie du sie sicher konfigurieren kannst, und am wichtigsten ist, wenn du weggehst, wird deine Seite immer noch verfügbar sein.

Zusammenfassung:
Tor (oder I2P):

  • Ermöglicht Ihnen den Zugriff auf das Internet (aber seien Sie vorsichtig!).
  • Ermöglicht Ihnen den Zugriff auf anonyme Webserver und andere Dienste.
  • Ermöglicht es Ihnen, anonyme Webserver bereitzustellen, die online gehalten werden müssen und DoS’ed sein können, aber beliebige dynamische oder serverseitige Inhalte ausführen können.
  • Bietet eine angemessene Anonymität
  • Wurde von mehreren Ländern blockiert, mit unterschiedlichem Erfolg. Selbst die versteckten Brücken können mit geringem Aufwand geerntet und blockiert werden.
  • Ist etwas zentralisiert
  • Ist ausgereifter und hat mehr Benutzer und Entwickler.

Freenet im Allgemeinen:

Sie können nur auf Inhalte zugreifen, die auf Freenet hochgeladen wurden, einschließlich (statischer) Websites, E-Mails, Tauschbörsen, Foren, Microblogging, etc. Alle sind anonym (oder pseudonym, d.h. Sie erstellen eine nicht nachvollziehbare Identität).
Bewirtet Inhalte auf verteilte Weise: Du